53 Ein symbolischer Auftakt. Eine große Rückkehr: Jan Garbarek eröffnet das Jazzfest Bonn 2026. Und mit ihm hält der Jazz in die frisch sanierte Beethovenhalle Einzug. Der norwegische Saxophonist gilt seit Jahrzehnten als die Ikone des nordischen Sounds. Ob als ecmFlaggschiff, mit Keith Jarrett oder dem Hilliard Ensemble – sein brillanter, asketischer Ton hat Generationen geprägt und ist längst selbst Geschichte. „Die menschliche Stimme ist mein Ideal“, sagt Garbarek, und tatsächlich scheint sein Saxophon zu singen, zu atmen, zu sprechen. Mit seinen Mitmusikern verbindet Garbarek Einflüsse aus indischen, brasilianischen und afrikanischen Rhythmen zu einer Musik von poetischer Schlichtheit und improvisatorischer Intensität – ein grandioser Auftakt für die neue Festivalsaison. Jan Garbarek Group feat. Trilok Gurtu Jan Garbarek Saxophon Rainer Brüninghaus Piano Trilok Gurtu Percussion Yuri Daniel Bass n Karten: Kat. 1: 75 €, erm. 53 € / Kat. 2: 60 €, erm. 42 € Kat. 3: 45 €, erm. 32 € / Kat. 4: 30 €, erm. 21 € inkl. Gebühren Fr 17. April 19 Uhr Beethovenhalle 52 Sitzplätze 65 €, erm. 46 € Stehplätze 25 €, erm. 18 € inkl. Gebühren Charismatisch, virtuos, innovativ: Shai Maestro gilt als einer der herausragendsten Jazzpianisten seiner Generation. Mit seinen jüngsten Soloaufnahmen hat er sich in die Linie großer Pianisten wie Keith Jarrett und Chick Corea eingeschrieben, nun schlägt Maestro mit seinem Anfang 2026 erscheinenden Album The Guesthouse ein neues Kapitel auf. Mittels akustischer Texturen und elektronischer Sounds erschafft er eine Klanglandschaft, mit der er weit über seinen bisherigen Ansatz hinausgeht. Kompakte Stücke mit klarer Form und großer Suggestivkraft öffnen die Tür zu Maestros Gästehaus – ein Ort zum Zuhören und Verweilen. Kurt Elling erfindet sich neu – und wie! Der wohl wichtigste Jazzsänger unserer Zeit tauscht den Smoking gegen Sneakers und begibt sich mit seiner Band SuperBlue mitten hinein ins vibrierende Universum von Funk, R&B und Hip-Hop. Gemeinsam mit Gitarren-Original Charlie Hunter sowie den Butcher-Brown-Masterminds DJ Harrison und Corey Fonville verwandelt Elling seine Samtstimme in ein Instrument, das lässig über bassgesättigte Beats cruist, Soul-Balladen glühen lässt und mit improvisatorischer Raffinesse explodiert. Wer Elling nur als stilvollen Crooner kennt, wird Augen und Ohren machen. Hier ist alles möglich – von federndem Kopfnicken bis zu Gänsehaut im Rampenlicht. Shai Maestro The Guesthouse Quartet n n Doppelkonzert: Kurt Elling SuperBlue Kurt Elling Vocals Charlie Hunter Hybrid-Gitarre Kenny Banks Jr. Keyboards Marcus Finnie Schlagzeug Shai Maestro Piano, Elektronika Gadi Lehavi Keyboards, Piano, Elektronika Jorge Roeder Bass Ofri Nehemya Schlagzeug Sa 18. April 19 Uhr Bundeskunsthalle n n Doppelkonzert: 45 €, erm. 32 € inkl. Gebühren Caris Hermes sucht den Dialog: zwischen Menschen, Kulturen und Klangwelten. Für ihr neues Projekt, das beim Jazzfest Bonn sein Debüt feiert, hat die Kölner Bassistin und WDR-Jazzpreisträgerin ihre Mitmusiker eingeladen, eigene Kompositionen beizusteuern – Stücke, die von ihren persönlichen Wurzeln und musikalischen Sozialisierungen erzählen. Dadurch erweitert Hermes ihren gewohnt brillanten Modern- und Straight-Ahead-Kosmos um neue Farben: ein kammermusikalisches Zusammenspiel zwischen Jazz, Pop und Weltmusik, mit Tiefgang und Seele. Ein berührendes Konzert über Freundschaft, Identität und das, was uns verbindet. Als Mitglied des Sarah Chaksad Large Ensembles sorgte Hildegunn Øiseth beim Jazzfest Bonn 2025 mit ihrem Ziegenhorn-Solo für Gänsehaut. Nun kehrt die norwegische Trompeterin mit ihrem eigenen Quartett zurück. Øiseth, die in Südafrika, Pakistan und im Nahen Osten lebte und reiste, verbindet globale Einflüsse mit modernem Jazz. Mit dem Ziegenhorn (norwegisch: „Bukkehorn“) überführt sie Tradition in zeitgenössische Kontexte. Ihre Trompete wiederum erweitert sie mit elektronischen Effekten – ein faszinierender Kontrast zwischen Archaik und Moderne, der in ihrer höchst responsiven Band organisch aufgeht. Mit poetischer Wärme zeigt sich Øiseth als dynamische und zugleich verletzliche Künstlerin. Caris Hermes Group Hildegunn Øiseth Quartet Hildegunn Øiseth Trompete, Bukkehorn, Vocals Espen Berg Piano Magne Thormodsæter Bass Per Oddvar Johansen Schlagzeug Caris Hermes Bass Rabih Lahoud Vocals Leon Hattori Piano Jörg Brinkmann Cello Mi 22. April 19 Uhr Pantheon www.comma-soft.com Klangwelten voller Leben. Wir freuen uns auf Momente, die bleiben. Jazzfest Bonn.
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