zettbe: das magazin zum jazzfest bonn 2026

56 57 Marlies Debacker ist eine unermüdliche Pionierin. Die belgische Pianistin bewegt sich souverän zwischen Jazz, Improvisation und Neuer Musik und hat sich mit ihrer unverwechselbaren musikalischen Sprache die Anerkennung beider Welten erspielt. Ihre Rolle als Gründerin des renommierten Trio Abstrakt, Auftritte bei Festivals wie dem Jazzfest Berlin, Acht Brücken Köln oder der Biennale di Venezia sowie zahlreiche Auszeichnungen und Lehraufträge sprechen für sich. Als Solokünstlerin erforscht sie mit differenziertem Tastenspiel und erweiterten Techniken das Klangspektrum des Flügels bis ins Tiefste. Eine Einladung zu einer einmaligen, nie wiederholbaren Reise – und auf dem großen Fazioli-Flügel in der Alten Kirche des Collegium Leoninum ein Erlebnis von seltener Intensität. Sie gilt als eines der bestgehüteten Geheimnisse der internationalen Musikszene: Mit einer einzigartigen Kontrapunktik zwischen Stimme und Gitarre erschafft Lau Noah lyrische Miniaturen von harmonischer Fülle – neu, überraschend, zugänglich. Die in Katalonien geborene und in New York lebende Noah begeistert mit ihrer virtuosen, berührenden Kunst herausragende Musiker*innen weltweit. Für ihr Debütalbum A Dos arbeitete sie zusammen mit großen Stimmen wie Cécile McLorin Salvant und Chris Thile. Nach gefeierten Auftritten u.a. beim NPR Tiny Desk Concert und auf Tour mit Jacob Collier kommt Lau Noah jetzt für ein exklusives Solokonzert nach Bonn. Eine intime Performance, die sich anfühlt wie eine warme Dusche für die Seele. Marlies Debacker n n Doppelkonzert: 38 €, erm. 27 € inkl. Gebühren Lau Noah Lau Noah Vocals, Gitarre, Piano Marlies Debacker Piano So 26. April 19 Uhr Collegium Leoninum n n Doppelkonzert: 38 €, erm. 27 € inkl. Gebühren Einst Gallionsfiguren des DDR-Free-Jazz, heute erfahrene Improvisatoren mit ungebrochener Neugier: Seit den Siebzigerjahren prägen Günter Baby Sommer und Ulrich Gumpert die Szene. In ihren Konzerten klingt es nach gelebtem Leben und es geht weit über Kategorien wie „Free“ oder „Tradition“ hinaus: Blues, Boogie-Woogie, Hardbop, Volksliedbearbeitungen, freie Improvisation – alles ist präsent. „Zwei Haudegen mit Stachelhaaren und vielen Lachfalten“ (BR-Klassik) Nach 18 Jahren gemeinsamer musikalischer Geschichte treten sie erstmals als Duo auf: Theresia Philipp, Saxophonistin mit ergreifend persönlichem Sound und seit kurzem erste weibliche Leiterin des Bundesjazzorchesters, steht für Musik mit Haltung: ästhetisch, gesellschaftlich, politisch. Sebastian Scobel, u.a. Pianist der hr-Bigband, ist mit Spiellust und harmonischem Einfallsreichtum ihr idealer Partner. Ein hoffnungsvoller Auftakt für viele weitere Duo-Begegnungen. Theresia Philipp & Sebastian Scobel Theresia Philipp Saxophon Sebastian Scobel Piano Ulrich Gumpert Piano Günter Baby Sommer Schlagzeug, Percussion Günter Baby Sommer & Ulrich Gumpert Ein Konzertabend in Kooperation mit dem Haus der Geschichte im Rahmen der neuen Dauerausstellung „Du bist Teil der Geschichte. Deutschland seit 1945.“ Von 17.30 bis 18.30 Uhr lädt das Haus der Geschichte zu einem kostenfreien begleiteten Rundgang ein. Anmeldung über den Link auf der Jazzfest-BonnWebsite unter dem Eintrag zu diesem Konzertabend. Nach der Pause: Talk mit Theresia Philipp und Günter Baby Sommer Sa 25. April 19 Uhr Haus der Geschichte n n Doppelkonzert: Kat. 1: 60 €, erm. 42 € Kat. 2: 48 €, erm. 34 € inkl. Gebühren Nicole Zuraitis ist eine der markantesten Stimmen New Yorks und Sängerin, Pianistin, Grammy-Gewinnerin und Entertainerin in einer Person. Von Newport bis Birdland hat sie die großen Bühnen erobert, nun kommt sie nach Bonn. Ihre Stimme reicht von samtig-warm bis rau und kraftvoll; deutlich hört man ihre Verwurzelung in der Tradition großer Jazzvokalistinnen von Ella Fitzgerald bis Norah Jones. Ihr überschäumender Enthusiasmus sorgt dafür, dass der Funke im Saal sofort überspringt. Als bemerkenswerte Songwriterin bewegt sie sich furchtlos zwischen den Schubladen – getreu ihrem Credo: Gute Musik ist gute Musik, egal welches Genre. Seit zehn Jahren mischen Shake Stew die Musikwelt auf – ausgezeichnet mit dem Amadeus Music Award und dem Deutschen Jazzpreis, gefeiert von Clubs bis Elbphilharmonie. Ihre hypnotische Mischung aus treibenden Rhythmen und tranceartigen Texturen elektrisiert längst ein internationales Publikum. Mit dem dreiteiligen Albumprojekt Ten One Two Three, das 2026 erscheint, feiern sie ihr zehnjähriges Bestehen und eine Dekade prall gefüllt mit ekstatischen Shows. Und mit Yvonne Moriel stößt eine der spannendsten Newcomerinnen der Szene dazu. „Man muss Jazz nicht mögen, um Shake Stew zu lieben“, schrieb die Wiener Zeitung – und tatsächlich: Diese Formation ist mehr als eine Band. Sie ist ein Naturereignis! Nicole Zuraitis Shake Stew Lukas Kranzelbinder Bass, Guembri Yvonne Moriel Alt-Saxophon Mario Rom Trompete Johannes Schleiermacher Tenor-Saxophon, Flöte Oliver Potratz Bass Nikolaus Dolp Schlagzeug, Percussion Herbert Pirker Schlagzeug, Percussion Nicole Zuraitis Vocals, Piano Idan Morim Gitarre Do 30. April 19 Uhr Post Tower

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